Design & Produktion in Deutschland vs Asien
Wer ein SMARC- oder SoM-Modul auswählt, vergleicht meist nur Datenblatt und Einkaufspreis. Der entscheidende Unterschied entsteht jedoch in der Fertigung – und ist auf den ersten Blick nicht sichtbar. Wir stellen unsere in Deutschland gefertigten Module einem asiatischen Niedrigpreis-Produkt direkt gegenüber: gleiche Funktion, völlig unterschiedliche Verarbeitungsqualität.
Class 3 ist der entscheidende Qualitätstreiber
IPC-A-610 kennt drei Abnahmeklassen – Class 3 ist die höchste und gilt für Baugruppen, bei denen ununterbrochene Funktion und Langzeitzuverlässigkeit entscheidend sind. Unsere Module werden nach Class 3 gefertigt und geprüft; die asiatische Niedrigpreis-Produktion erreicht diesen Standard nicht.
Vorder- und Rückseite im direkten Vergleich
Dieselbe Modulklasse von beiden Herstellern – jeweils Vorder- und Rückseite. Schon ohne Mikroskop zeigt sich der Unterschied im Lötbild.




Detailaufnahmen im direkten Vergleich
Links die in Deutschland nach IPC gefertigten Lötstellen, rechts die typischen Mängel aus der asiatischen Niedrigpreis-Produktion.
















Deutschland — Stärken im Überblick
IPC-konform







Asien — Mängel im Überblick
Mängel







Fazit
Die Fertigungsqualität im direkten Vergleich.
| Kriterium | 🇩🇪 Deutschland | 🌏 Asien |
|---|---|---|
| DESIGN | ||
| Designkompetenz | ++hoch bis sehr hoch | – –niedrig; viele Bauteilpads zu klein für die Bauteilgröße |
| Bauteilqualität | ++A-Brand-Bauteile, MTBF > 1 Mio. Stunden | –No-Name-Bauteile |
| Bauteiltreue | ++hoch | – –niedrig; ständig wechselnde Bauteile (DDR4 / eMMC) |
| FERTIGUNGSKOMPETENZ | ||
| Lotpastenauftrag | ++Jetprinter, keine Fehler durch Schablonenhandling | – –Pastenschablone, fehleranfällig (zu wenig / zu viel Paste, schlecht gerakelt) |
| Lotpaste | ++für jede Aufgabe die passende Lotpaste | – –billige Einheits-Lotpaste |
| Löten unter Schutzgas | ++ja | –nein |
| Fertigung nach IPC | ++ja — nach IPC-A-610 Class 3 | – –falsche Löttemperatur |
| Flussmittelreste | ++keine | – –Reste verhindern die automatische 3D-Erkennung (AOI) |
| Abwurfbauteile | ++keine | –Abwurfbauteile auf der Leiterplatte |
| Gebrochene Bauteile | ++keine | –fehlende bzw. abgeschlagene Bauteile |
| Fertigungstiefe | ++Qualitätssicherung durch 2D- und 3D-AOI | –AOI durch Flussmittelreste eingeschränkt |
| Maschinenpark | ++neue Maschinen, Kontrollmessung der Bauteilwerte vor Bestückung | – –alte Maschinen, viele Bauteilabwürfe, keine Kontrollmessung |
| GESAMTKOSTEN · TOTAL COST OF OWNERSHIP | ||
| Einkaufspreis der Baugruppe | Ømittel | ++billig |
| Entwicklungskosten | –mittel bis hoch | ++billig |
| Produktionskosten | Ømittel | ++billig |
| Ausfallwahrscheinlichkeit im Feld | ++sehr gering | – –hoch |
| After-Sale-Kosten | ++niedrig | – –hoch (Reklamationen, Austausch, Ausfallzeiten) |
| ERGEBNIS | ||
| Zufriedenheit der Endkunden | ++hoch | –mittel bis schwach |
Billig im Einkauf, teuer im Feld.
Im Einkauf ist ein asiatisches Modul billiger – das zeigt der Vergleich offen. Entscheidend ist, was danach passiert: Ausfälle, Reklamationen und Austausch kosten ein Vielfaches der anfänglichen Ersparnis. Unsere in Deutschland nach IPC-Standard gefertigten SMARC-Module sind auf Langzeitzuverlässigkeit ausgelegt – mit A-Brand-Bauteilen, lückenloser AOI-Qualitätssicherung und einer MTBF von über 1 Mio. Stunden.

